Tischgespräch [31]

[Kind putzt Tisch ab, indem es den Lappen gelassen auf dem Tischblatt kreisen lässt.]

Vater:
Bitte nicht die indische Methode!
Kind [murrt]:
Und was wäre die schweizerische Methode?
Vater [räuspert sich]:
In einem ersten Arbeitsgang wird der Schmutz mit Wasser aufgelöst oder mindestens angefeuchtet. In einem zweiten Arbeitsgang wir der Schmutz entfernt.
Kind:
Aha! Deswegen wurde auch der Lappen erfunden, weil er nur ein Ding für beide Arbeitsgänge ist.
Vater:
Genau. Es ist ohne weiteres möglich, ihn nach dem ersten Arbeitsgang sauber auszuwaschen und ihn so in optimalem Zustand für den zweiten zu benutzen.
Mutter:
Das ist heutzutage sogar in Indien möglich.
Vater:
Das ist aber nicht der Punkt. Kasten hin oder her – geputzt wird in Indien sozialistisch. Zum Beispiel wird der ungleich höhere Schmutzanteil im Eingangsbereich eines Flughafens mittels Geduld und Lappen gleichmässig auf den ganzen Hallenbereich verteilt. Der Lappen wird den ganzen Tag im gleichen Wasserkessel mit dem gleichen Inhalt geschwenkt. Es geht hier eben nicht darum, den Schmutz zu entfernen, sondern darum, das Schmutzgefälle aufzuheben.

2 Reaktionen zu “Tischgespräch [31]”

  1. Daniela

    Was will uns der Autor damit sagen?

  2. Tanja

    Da ein Blog die Summe seiner Beiträge ausmacht - ist das aufgrund eines einzelnen nicht zu ermitteln. Tut mit leid.

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