Wochenbilanz (VI)

16. November 2014

Das war meine letzte Schulwoche in Französisch. Am Donnerstag habe ich meine letzten Arbeiten in der Schule geschrieben und abgegeben. Die schriftliche Produktion war wie fast immer ohne Dictionnaire und ich freue mich, dass mir das keine Probleme mehr bereitet.

Gestern Nachmittag hatte ich DELF-Prüfung, von 13.20 bis 17.30 Uhr mit nur 15 Minuten Pause. Ich bin immer noch etwas müde, aber in anderen Ländern ist das ja üblich bei Prüfungen. Die Kolumbianer in meiner Sprachschule z.B. erzählten, dass ihr Abitur jeweils von 06.00 bis 18.00 Uhr dauert, eine Stunde fürs Mittagessen inklusive. Von den Chinesen gar nicht zu reden, die bringen ja gleich die Schlafmatten mit.

Nun beginnt die Zeit, in der ich Berufsfachlehrer, Berufsfachschulen und überbetriebliche Kurse in der Romandie besuche, mein Bildungsurlaub dauert ja theoretisch bis Ende Jahr. Praktisch ist es aber so, dass ich als Abteilungsleiterin von Leuten vertreten werde, die ohnedies genug zu tun haben. Deshalb werde ich früher mit der Arbeit beginnen, ab Ende November werde ich auseinanderfädeln, was wie wichtig ist.

Ich habe inzwischen gemerkt, dass ich nicht alles gleichzeitig machen kann, wenn ich mich in einem anderen Sprachraum zurechtfinden muss. Deshalb verspreche ich lieber keine regelmässigen Berichte hier.

Rien de nouveau…

13. November 2014

Le Lac Léman cet après-midi

…ne peut survenir si l’on ne sort pas de sa zone. Et en sortir, cela signifie risquer: risquer de se faire mal.

Laurent Gounelle, il a raison.

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Wochenbilanz (V)

7. November 2014

Für mich war das eine ziemlich normale Schulwoche.

Neben allen Zwischentests gibt es hier jeden Monat einen grossen Grammatiktest auf allen Niveaus. Mit dieser Standortbestimmung wird sicher gestellt, dass die Lernenden einer Klasse mit den geplanten Themen zurechtkommen werden. Wer zwischen 10 und 30 Punkten von 40 erreicht, ist im richtigen Niveau - ich hatte 23, was als gut gilt. Aber ich verstehe die grammatikalischen Zusammenhänge nicht wirklich, mir hilft, dass ich viel lese. Ich versuche dabei, auf die Grammatik zu achten und Regeln aus dem Unterricht wieder zu finden.

Im Moment lese ich allerdings ein Buch mit vielen grammatikalischen Fehlern. Ich weiss nicht, ob das vor einer Prüfung gesund ist, aber das Buch ist zu gut, als dass ich damit aufhören könnte: Romain Gary, La vie devant soi. Ein arabischer Junge, der elternlos irgend in einem peripheren Ghetto in Frankreich aufwächst, erzählt seinen Alltag, den er mit einer übergewichtigen Jüdin teilt, die ein wenig auf ihn und andere Kinder von Prostituierten aufpasst. Ich schätze, es spielt irgendwann Ende Sechziger. Ein Meisterstück, dekoriert mit dem Prix Goncourt von 1975. A propos: Diese Woche hat es Literaturpreise geregnet im französischsprachigen Raum. Wer sich interessiert und den Werbevorspann erträgt, dem sei eine typisch französische Sendung hierzu empfohlen:

Prix littéraires 2014 : surprise et prises de risque

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Verbes déclaratifs

5. November 2014

Das sind die Verben, die ausmachen, ob indirekte Rede für den Leser langweilig oder erträglich wird. In der Muttersprache leicht anzuwenden, in einer Fremdsprache auch lernbar.

accepter
admettre
ajouter
annoncer
assurer
avertir
avouer
bafouiller
chuchoter
confirmer
déclarer
demander
faire remarquer
indiquer
jurer
mentionner
nier
se plaindre
prétendre
promettre
raconter
répéter
répondre
révéler
souligner
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Recommandation

2. November 2014

Si un jour vous tombiez sur un concert d’Amine et Hamza, ça serait une bonne idée d’y aller.

Amine et Hamza Quintet hier soir à Saint François, Lausanne

C’était hier soir à Saint-François: Pour la première fois depuis plus de 700 ans, les voûtes gothiques de l’église résonnaient de la musique arabe.