Pegasus 121: Generationenfragen

Lange dachte ich, mich verbinde anderes mit dem Beruf als die jungen Buchhändlerinnen. Ich habe mich geirrt. Weder, dass sie über Perlen aus Fantasy-Reihen bloggen und ich über solche bei Matthes & Seitz, noch, dass ihnen Marlene Streeruwitz nichts sagt, während ich von Cassandra Clare noch nie gehört habe, ist entscheidend. Ob ich mit einem Buchhändler vom Abschlussjahrgang 1968 am Tisch oder einer Lernenden auf der Schulhaustreppe sitze: Über alle Generationen* hinweg eint uns das Bedürfnis nach Lektüre fürs Leben.

Und haben wir ein gutes Buch fertig gelesen, ist alle Müdigkeit verflogen. Wir treten hinaus in die kühle Nacht, breiten die Arme aus, heben das Gesicht zum Himmel und warten gespannt, bis das nächste Elmfeuer der Literatur die Dunkelheit durchbricht.

Aufs Ganze: Pegasus Nr. 121.

Zum *Generationen-Fest am 1. April 2017:
Ob ehemalig oder zugewandt - dabeisein!

4 Reaktionen zu “Pegasus 121: Generationenfragen”

  1. Hauptschulblues

    Nicht gerade Bücher für das Leben, aber sehr tiefgründig:
    Die Krimis von Friedrich Ani.

  2. Tanja

    Ja, ein sehr bemerkenswerter Autor. Und erstaunlich, dass er mit Jakob Franck 2015 noch einen neuen Ermittler zu etablieren vermochte.

  3. Sonja

    Momentan warte ich nach Sabine Grubers “Daldossi” auf das nächste “Elmfeuer” (klasse Wort!) - und werde mir später den neuen Pegasus zu Gemüte führen. Danke für diese schöne Möglichkeit!

  4. Tanja

    Ja, Sonja, ich habe ein wenig ein schlechtes Gewissen wegen des Wortes. Ich habe es durchs Lesen entdeckt (wenn mich nicht alles täuscht in einer Literaturzeitschrift, aber ganz bestimmt nicht in den Seefahrtsneuigkeiten) und fühle mich als Diebin. Richtig heisst es glaub “Elmsfeuer” aber ich benutze es einfach, wie es mir geblieben ist, das ist der Lohn fürs Ehrenamt.

Einen Kommentar schreiben