Blogreflexion 2012

Nach einer Weile Überlegen bin ich zur Erkenntnis gelangt, das Bloggen hinter anderen Dingen anzustellen. Es war mir die letzten acht Jahre Ort und Anlass für etwas Eigenes und deshalb wunderbar, ich stand ja sonst hauptsächlich im Dienste anderer. Nun, da sich meine Familie verselbständigt und meine Arbeitswelt noch elektronischer wird, ergeben sich andere Möglichkeiten, etwas für mich zu machen (=positiv) und eine neue Haltung meines Umfeldes, noch onliner zu sein (=negativ). Beides ergänzt sich dahingehend, dass ich meine immer noch knappe Freizeit klarer abgrenzen und anders gestalten will als mit mitternächtlichem Bloggen-Mailen-Bloggen-Xingen-Bloggen.

Das Nachdenken übers Bloggen hat mir aber auch klar gemacht, dass es (noch) nicht Zeit ist, ganz mit der Bloggerei aufzuhören. Ich schreibe seit jeher auf. Ein Weblog mit seiner Suchfunktion und dem ftp-Server ermöglicht mir sehr viel mehr als ein Archiv unleserlicher Notizbücher.

Hinten anstellen bedeutet in diesem Falle einfach, dass ich die Domains abgebe, die irgendwie mit Bloggen oder möglichen Blogprojekten zu tun haben (z.B. “bloggade.ch” wäre also wieder frei). Und natürlich, dass ich mir nicht mehr vornehme, regelmässig zu schreiben, Jahrestage schriftlich zu begehen oder berufliche Anlässe zu vermerken. Ich habe keine Ahnung, ob das heisst, dass nja.ch ähnlich weiter läuft wie bisher oder ob das Blog langsam einschläft oder ob’s hier einfach kürzere Beiträge oder bloss Bilder gibt.

Mal schauen.

6 Reaktionen zu “Blogreflexion 2012”

  1. Ima

    Ja, Heimatland, was mache ich denn nun ab Mitternacht?

  2. Herr Rau

    Ich schaue jedenfalls immer wieder mal vorbei. Bilder wären schön, aber ich lass mich überraschen.

  3. kaltmamsell

    Irgendwas geht immer - von dir nehme ich alles.

  4. Wildgans

    Meine Vorkommentatoren sagen es!

  5. Hanjo

    Das Bloggen als Verpflichtung zu begreifen habe ich auch schon vor einiger Zeit aufgegeben. Aber manchmal lockt es eben doch wieder …

    Schön, von dir zu hören, wenn Du schreibst.

  6. vered

    Mir geht es genau wie Hanjo. Ich bin “in einem zwìfelichen wan” möchte gar sehr, bin aber oft zu müde oder in der sich so schnell drehenden Welt zu langsam - bis ich etwas zusammengestückelt habe, ist es längst nicht mehr aktuell. Überdies stolpere ich noch immer über technische “Falten im Teppich”

    Ah, es tut so gut zu wissen, dass man nicht allein auf der Welt ist mit seinen hausgemachten Sorgen!

    Nja: So von Zeit zu Zeit gucke ich gerne bei dir rein (nicht zu oft, um dich nicht unter Druck zu setzen) und freue mich jedes Mal, wenn es etwas zu lesen gibt. Danke, dass du trotz dem grossen Pensum noch schreibst. Auch Fotos werden dankbar entgegengenommen. .

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