Buchumschlag 2009 (mit Vorgeschichte)

Notizen zur aktiven Ansprache

Das Bild ist aus dem Buch “Bücher und Büchermacher” von Erhardt Heinold, 2. Auflage 1988. Der S. Fischer Verlag hat eine turbulente Verlagsgeschichte, nach der Gründung 1886 folgten vor allem im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg verschiedene Metamorphosen, die im Konzentrationsprozess des neuen Jahrhunderts natürlich weiter gehen. Otto Eckmann hat 1895 das Signet mit dem Fischer und seinem Netz entworfen (s.a. Kommentar unten von S. Fischer). Die Idee dahinter war, dass Fischer die Literatur aus dem Weltmeer einholt und Weltliteratur zur Nahrung macht. Emil Rudolf Weiss (1) hat dem Fischer noch eine Fischerrute und einen Rahmen gegeben, Walter Tiemann (2) hat die Fischer-Buchstaben besonders für schmale Buchrücken tauglich gemacht. 1958 wurde das Signet dann von Jan Buchholz und Reni Hinsch (3) als Logo mit Rahmen, Fischer-Initialen und dem Fischer mit Netz neu aufgelegt.

Notizen zur aktiven Ansprache

Noch heute arbeitet der Verlag mit dem Fischer mit dem kräftigen Zug. Mein Favorit unter den Buchumschlägen dieses Jahres kommt ebenfalls aus dem Hause S. Fischer, zeigt mein Traumhaus und passt erst noch zum Inhalt. Letzteres ist bei Romanen ja seit jeher ein seltenes Vergnügen.

2 Reaktionen zu “Buchumschlag 2009 (mit Vorgeschichte)”

  1. S.Fischer

    Als ein “Urlogo” können Sie das 2. von links in der vorletzten Reihe (mit den Gräsern im linksunteren Winkel) ansehen. Es entspricht fast in allen Details der Tuschzeichnung von Eckmann, die im Band “S. Fischer, Verlag. Von der Gründung bis zur Rückkehr aus dem Exil” (Marbacher Katalog 40, S. 79) abgedruckt ist. Ich nehme an, es stammt ebenfalls aus der Serie der Entwürfe, die der Grafiker vorlegte. In dem Marbacher Band finden Sie auch einige der dann gedruckten Variationen der folgenden Jahre (meist wurde ja dann ein dunkler Hintergrund, wie rechts oben, gewählt, aber auch die Grashalme finden sich in der frühren).

    Herzliche Grüße

  2. Rolf Müller

    Die angeblichen “Gräser” sind nichts anderes als ein grosses V mit Punkt, bedeutend “Verlag”.

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