Interview mit Juli(a)

Wer Zeit hat zwischen den Jahren, der lese zwei treffende Interviews mit zwei klugen Buchfrauen: Julia Hürlimann, angehende Buchhändlerin, über unseren Beruf, wie sich’s darin lebt und was sie wem empfiehlt. Juli Zeh, Autorin, über fremdbestimmte Selbstoptimierung, reaktionäre Naturüberzeugung und gegen das Klappe halten. Es ist wohl etwas vermessen von mir, stolz auf die beiden … „Interview mit Juli(a)“ weiterlesen

Zettelkasten fürs Wahljahr (1)

(…) Einstweilen sitzt der Politik- und Informationskonsument im heimatlichen Sessel, begutachtet mit dem wählerischen Trotz eines verwöhnten Kindes die Angebote der Parteien und reagiert mit beleidigter Politikverdrossenheit, wenn seine persönliche Bedürfnispalette nicht abgedeckt wird. Ursprünglich war Demokratie als ein Verfahren gedacht, das es den Bürgern ermöglicht, sich in Interessengemeinschaften zu organisieren, um ihren Anliegen Ausdruck … „Zettelkasten fürs Wahljahr (1)“ weiterlesen

Es gibt Anzeichen (der Aufklärung)

Ich habe mir zu letzten Jahreswende Une Année des lumières gewünscht. Es ist nicht einfach zu beurteilen, ob 2009 vernünftiger ins Land geht als 2008. Doch wer sucht, findet schon Menschen, die sich aufmachen, anstatt Populismus den kategorischen Imperativ zu verbreiten. Zwei Favoriten: In die Falle einer Leitkulturdebatte darf man nicht treten. Wir sprechen hier … „Es gibt Anzeichen (der Aufklärung)“ weiterlesen

Eine feierliche Woche

Vom 28. Juni bis am 1. Juli haben wir unsere Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger gefeiert. Die erste Schlussfeier war die der Buchhändlerinnen und Buchhändler. Ich organisiere diesen Anlass mithilfe von ein, zwei Kolleginnen und Kollegen. Das Fundraising mitgerechnet beschäftigt er mich über sieben Monate des Jahres regelmässig und im achten intensiv. Heuer hat Meral Kureyshi gelesen, … „Eine feierliche Woche“ weiterlesen

Continua messe

Continua messe senescit ager. Ständige Ernte erschöpft den Acker. Manchmal findet man die Lebenshilfe nicht in der Esoterikabteilung, sondern bei Ovid. Auch wenn mir mein Berufsleben sehr gefällt, brauche ich Ferien vom Output, Multitasking, von der Performance. Ich fahre wie so oft nach Südfrankreich, wo ich inzwischen übrigens luxuriös lebe. In drei Jahrzehnten habe ich … „Continua messe“ weiterlesen

Rückblick auf KW 18

(Auch nach 12 Jahren Schule gewöhne ich mich nur langsam an Kalenderwochen.) Diese Woche konnte ich alle meine (eins, zwei, drei) Jobs voll ausleben. Montag: Hatte ich eine lange Abteilungsleitersitzung, die ich vorzeitig verlassen musste weil ich Unterrichtet in zwei Klassen des 2. Lehrjahr hatte. Zum Glück machten die Azubis das meiste selber, im Moment … „Rückblick auf KW 18“ weiterlesen

Zur Digitalisierung der Öffentlichkeit

In seinem Artikel im SPIEGEL vom 23. August 2010 „Demokratie und Heuhaufen“ zeigt Thomas Darnstädt kurz und richtig, dass die Street-View-Entwicklung nicht in erster Linie das Privatleben, sondern die Öffentlichkeit bedroht. Auch wenn einiges davon schon bei Zeh und Trojanov steht, sehr lesenwert, weil Darnstädt aus der entgegengesetzten Richtung denkt. (…) Haben die Bürger einst … „Zur Digitalisierung der Öffentlichkeit“ weiterlesen

Schöne Ferien gehabt?

Gewiss, gewiss. Viel gelesen, viel geschwommen, mehr Familie, weniger Kleider, langsamere Welt. Und meinen Unterricht habe ich soweit vorbereitet, dass er nicht in meinen schuladminstrativen Aufgaben untergehen kann. Zur Lektüre: Begley, Louis: Ehrensachen / Suhrkamp Angefangen, aufgeschoben und dann doch nicht gelesen, obwohl ich am Ende noch dringend ein Buch gebraucht hätte. Ich konnte einfach … „Schöne Ferien gehabt?“ weiterlesen

Zwischen den Schuljahren

Ich gehe jetzt und gedenke zu lesen: Begley, Louis: Ehrensachen / Suhrkamp Huonder, Silvio: Dicht am Wasser / Nagel & Kimche Indridason, Arnaldur: Frost Nacht / Lübbe Kristof, Agota: Die Analphabetin / Piper Levi, Primo: Die Atempause / dtv Lucarelli, Carlo: Der trübe Sommer / Piper Picoult, Jodi: 19 Minuten / Piper Priess, Ursula: Sturz … „Zwischen den Schuljahren“ weiterlesen

Eben. Gelesen.

• Capus, Alex, Patriarchen: Zehn Portraits / btb Ich wusste ja, dass Capus gut erzählen kann. Er steigt gern journalistisch ein, Weiterlesen bedarf keiner Überwindung. Das Buch versammelt Erfolgsgeschichten von: Rudolf Lindt (Schokolade), Carl Franz Bally (Schuhe), Julius Maggi (Nahrungsmittelindustrie), Antoine Le Coultre (Uhrenindustrie), Henri Nestlé (Milchpulver), Johann Jacob Leu (Bank), Firtz Hoffmann-La Roche (Pharma), … „Eben. Gelesen.“ weiterlesen