Ineffizienzdenken

Obschon ich manchmal nette Komplimente zu meiner Effizienz bekomme, so trügt der Schein. Ich glaube viel mehr, dass ich viel arbeite, weil ich ineffizient bin. Absurd, dass mich vor allem gedankliche Weitschweifigkeit am Fleck behält. Im Moment denke ich viel nach über

  • die Bücherverbrennung vor achtzig Jahren
  • die Archivierungslogik (m)einer beruflichen Mailkorrespondenz
  • das Vergessen von Menschen und Dingen, die vor einem Jahr noch wichtig waren
  • Ich recherchiere, wie oder ob die Bücherverbrennung Leute geprägt hat. Völlig nutzlos, das ist längst erforscht und dient weder meiner Arbeit noch meiner Weiterbildung (die da Französisch wäre). Ich muss auch keine Archivstruktur für E-Korrespondenz entwerfen, ich kriege bestimmt früher oder später Vorgaben und mein Postfach ist noch gar nicht voll. Und Vergessen sollte man ja können, sonst kriegt man das Neue nicht auf die Reihe. Es ist bitter, aber effizienter.

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