Schulwoche, die erste

Doch, doch, gut angefangen. Im Buchhandel habe ich wohl alle besonderen Fälle zusammen: Lehrabbruch, geplanter Lehrunterbruch, Wechsel in eine andere Lehre, Wiederholung eines Lehrjahres, Überspringen eines Lehrjahres, Einstieg von Anfang an ins zweite Lehrjahr, Namenswechsel durch Heirat in den Sommerferien… aber ich glaube, ich habe es einigermassen auf die Reihe bekommen. Ich schätze jeweils, wenn ich von den 1000 Fragen in der ersten Woche 500 korrekt beantworte, läuft die zweite auch noch gut. Aber wie oft ich als Abeteilungsleiterin mit Pinwandnadeln, Klebeband, Sonderschlüsseln für merkwürdige Schränke, Kopierkarten, Flipchartrollen, Filzstiften und Magneten rumrenne, ist schon verrückt - zwischen zwei Schulhäusern mit jeweils fünf Stockwerken. Ersetzt immerhin jedes Fitnessabo.

In der neuen Grundbildung der Fachmänner und Fachfrauen Kundendialog ist es ein wenig einheitlicher. Einzig die obligatorischen, wählbaren Fremdsprachen sind unterschiedlich stark besetzt: Von 18 Lernenden nehmen vier Französich und 14 Englisch. Alle werden die gewählte Fremdsprache auf Niveau B2 mit einem internationalen Diplom abschiessen. Von 18 haben 15 eine andere Muttersprache - das heisst, weder Deutsch, noch Englisch, noch Französisch. Eine logische Überlegung bei der Rekrutierung dieser Azubis - so haben diese jungen Leute am Ende einer dreijährigen Lehre drei Sprachen in Ohr und Mund: Muttersprache (z.B. Albanisch, Türkisch, Kroatisch, Spanisch, Italienisch) + Deutsch + Englisch/Französisch. Ralistischerweise werden die schriftlichen Kenntnisse der Sprache etwas weniger gewichtet.

Doch - aufs Ganze gesehen ein sehr erfreulicher Start. War heute lange im Büro und in der Waschküche und gähne die ganze Zeit. Lese höchstens noch ein wenig Zeitung und spiele ein paar Runden Fruit Ninja.

3 Reaktionen zu “Schulwoche, die erste”

  1. Céline Tapis

    Und ich dachte schon, der Lehrjahr-Überspring-Fall allein sei kompliziert! Alles zusammen gab’s für Sie wohl wirklich eine bunte Woche! Herzlichen Dank für ihr Engagement!

  2. Tanja

    Bitte, bitte gerne geschehen. “making toast” gehört auf meine Blogrolle (berufsverwandt), die ich Dinosaurier im Internet immer noch führe.

  3. Céline

    super, ich Dinosaurier mach dasselbe!

Einen Kommentar schreiben