Archiv der Kategorie 'Leben daneben'

Redseliges Wochenende

Sonntag, den 5. September 2010

Ich hatte ein äusserst redseliges Wochenende. Freitagabend hatte ich noch Unterricht und viele sehr gescheite Fragen den neuen Lernenden zu beantworten. Sie fragten mich - ich vergass meinen Mund vermutlich offen - was die ISBN 978-88-… der Moleskine-Notizbücher ganz genau bedeute? (Nur nebenbei: Die Bedeutung der einzelnen Teile einer ISBN ist im Suchfensterzeitalter überhaupt nicht […]

Empor aus schweren Träumen*

Mittwoch, den 1. September 2010

Ich sehe den Untergang nahen, wenn der gute Mensch zum Schimpfwort wird und Vorurteile derart gemainstreamt sind, dass sie es nur noch als Konzentrat in die Charts schaffen. Dass die Zukunft des Buches eine Elektronische sein soll und die Papierproduzenten auf den Tissue-Bereich umrüsten (der Wachstumsmarkt in dieser Sparte: Ultra Soft, With Lotion, Anti-Viral) stimmt […]

Das Leben beginnt im Banalen

Sonntag, den 29. August 2010

Die Schweizer Werke, die ich liebe, sind meist kleine Würfe in den See deutscher Literatur, welche für mich alles bezeichnet, was in einer der vielen Facetten deutscher Sprache geschrieben worden ist. Autoren wie Beat Brechbühl (”Kneuss”), Beat Gloor (”staat sex amen”), Beat Sterchi (”Blösch”), Pedro Lenz (”Der Goalie bin ig”), Verena Stefan (”Fremdschläfer”) sind weniger […]

Manchmal

Samstag, den 28. August 2010

frage ich mich, ob ich so viel gefragt werde, weil ich viel glesen habe
oder
ob ich so viel lese, weil ich nach Antworten suche.

Zur Digitalisierung der Öffentlichkeit

Dienstag, den 24. August 2010

In seinem Artikel im SPIEGEL vom 23. August 2010 “Demokratie und Heuhaufen” zeigt Thomas Darnstädt kurz und richtig, dass die Street-View-Entwicklung nicht in erster Linie das Privatleben, sondern die Öffentlichkeit bedroht. Auch wenn einiges davon schon bei Zeh und Trojanov steht, sehr lesenwert, weil Darnstädt aus der entgegengesetzten Richtung denkt.
(…) Haben die […]